TikTok: The new big thing

TikTok – die derzeit wohl spannendste digitale Plattform der Welt! Auch wir sind dem Hype verfallen und vertreiben uns gerne unsere Langeweile durch das Erstellen der Kurzvideos und vergessen ab und an die Zeit, während wir uns anschauen, wie Andere tanzen, Workout-Challenges absolvieren oder ihren Partner pranken.

Dabei haben wir uns gefragt, was das soziale Netzwerk so einzigartig und beliebt macht? Was genau kann die Plattform? Was unterscheidet sie von Instagram, Facebook & Co. ? Welcher Algorithmus steckt dahinter und wie können Marken die Plattform nutzen?

Wir haben die Trend-App mal etwas genauer unter die Lupe genommen und interessante …


Zahlen, Daten, Fakten

  • TikTok ist ein soziales Netzwerk zum Teilen von 15- bis 60-sekündigen Videos und vor allem für Tanztrends, Lip-Syncing und virale Challenges bekannt.
  • Im September 2016 launchte das chinesische Technologieunternehmen ByteDance die App unter dem Namen Douyin in China. Im November 2017 kaufte ByteDance die Videoplattform Musicl.ly, was vielen von uns bestimmt etwas sagt. Anschließend wurde die App im August 2018 in die heute bekannte Plattform TikTok umbenannt.
  • Weltweit nutzen bereits 800 Millionen Menschen die App, wodurch sie mittlerweile zu den bekanntesten sozialen Netzwerken zählt.
  • Laut des App-Analytics-Unternehmens Sensor Tower war TikTok im Januar, Februar und März 2020 jeweils die am häufigsten heruntergeladene App auf der gesamten Welt.

 

18 Millionen Downloads in Deutschland in nur zwei Jahren.


Das Phänomen TikTok

Anfangs vor allem bei der Generation Z und damit bei einem deutlich jüngeren Publikum beliebt, hat sich die Zielgruppe in den letzten Monaten deutlich entwickelt und vergrößert. Männer und Frauen gleichermaßen zwischen 13 und 30 Jahren gehören mittlerweile zu der Kernzielgruppe der Video-Plattform, was vor allem für Marken und Unternehmen enorm interessant sein dürfte.

Doch was steckt genau hinter TikTok? Mit Hilfe der App erstellen Nutzer, die sogenannten Creator, kurze und unterhaltsame Videos, die sie mit einer, zum Teil globalen, Community teilen. Klingt erst einmal relativ unspannend… Das Besondere: Mit einer Vielzahl an Features wie Musik, Filter und weitere Effekte, können die Videos im Handumdrehen bearbeitet werden können. Dabei ist die Handhabung extrem einfach und innerhalb weniger Minuten entstehen kreative Inhalte, wodurch das Storytelling eine ganz neue Dimension gewinnt. TikTok zeichnet sich daher durch ein hohes Maß an Kreativität der Creator aus und lebt von der globalen Community.


Die TikTok-Challenges

Besonders in Coronazeiten ist TikTok nicht nur allgemein für die kreativen Kurzvideos bekannt, sondern vor allem für die Challenges. Seien wir doch mal ehrlich: Wir alle haben in den letzten Wochen mindestens eine Challenge absolviert, wenn auch nur still und heimlich.

Die Challenges und Memes, die bereits viral bekannt sind, werden durch andere Creator aufgenommen, weiterentwickelt und regen zu eigenen Interpretationen an. Dadurch entsteht auf der Plattform eine Hyper-Aktualität und somit eine hohe Attraktivität, die Plattform häufig und regelmäßig zu nutzen, um die Kreationen der angesagtesten Challenges zu entdecken und selber umzusetzen.

Die Challenges können dabei ganz unterschiedlich aussehen. Ob Sportchallenges, wie die #Pushupchallenge, Lip-Syncing Challenges oder die #Gesturechallenge. Der Kreativität auf TikTok sind wirklich keine Grenzen gesetzt. Auch wir haben uns schon an der einen oder anderen Challenge versucht. Wie hier Soni und Henrik mit der #Plankchallenge:

@shoppisticatedQuarantine made us do it 😂 ##plankchallenge ##plank ##tiktokviral ##homeworkout ##quarantine ##happyathome ##fyp ##boyfriendchallenge♬ #PlankChallenge – chisa2122

 

TikTok-Challenges sind nicht nur ein herrlicher Zeitvertreib während der Quarantäne und in Zeiten der Kontaktbeschränkungen, mit den Challenges entwickelt die Plattform Trends und verwendete Lieder landen plötzlich in den Charts oder neue Songs werden kreiert. Wir sagen nur:

„I’m a savage. Classy, bougie, ratchet. Sassy, moody, nasty.“…

 

@shoppisticatedI’m a ##Savage 🤪 ##savagechallenge ##tiktokchallenge ##tiktokdeutschland ##imasavage♬ Savage – Megan Thee Stallion


Der Algorithmus: So gewinnen Videos an Reichweite

Auch wie auf Instagram gibt es auf TikTok einen Algorithmus, der steuert, welche Videos im Homefeed ausgespielt werden. Wie der Algorithmus wirklich funktioniert, dazu schweigt TikTok bisher noch. Trotzdem haben wir ein paar interessante Infos bezüglich des Algorithmus für euch:

Nachdem ein TikTok Profil angelegt wurde, unterteilt sich der Feed in eine „Für dich“- und in eine „Folge ich“-Seite. Wie auf anderen Sozialen Netzwerken auch, können User anderen Creatoren auf TikTok folgen, deren Inhalte dann in der „Folge ich“-Rubrik zu finden sind. Die Kategorie „Für dich“ lässt sich mit der „Entdecken“-Seite auf Instagram vergleichen. Hier werden je nach Viralität die unterschiedlichsten Videos ausgespielt. Je häufiger und intensiver Nutzer die App benutzen, desto personalisierter wird auch die „Folge ich“-Seite und hebt hervor mit welchen Inhalten sich die User am meisten beschäftigen, liken, speichern oder teilen.

Es gibt einige Faktoren, die entscheiden, wie gut ein Video performt. Angefangen bei den Hashtags, die verwendet werden, über die verwendete Musik und die Zeit, in der das Video gepostet wurde. Alles kann den Algorithmus beeinflussen. Das klingt im ersten Moment nicht nach einem großen Unterschied zu anderen Algorithmen. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die beim TikTok-Algorithmus anders sind:

  • TikTok bewertet jedes Video individuell und berücksichtigt dabei immer nur die jeweilige Interaktion. Ein Video kann daher auch Hunderte Views erhalten ohne, dass der Creator viele Follower hat.
  • Es scheint als sei der geografische Standort des Creators ein nicht unwesentlicher Faktor für den Algorithmus. Sobald ein TikTok-Video live geht, wird es scheinbar zuerst insbesondere an Andere mit demselben geografischen Standort ausgespielt. Herrscht dann eine hohe Interaktion, wird das Video auch internationalen Nutzern vorgeschlagen.
  • Angesagte Hashtags und Sounds sind auf TikTok das A und O für reichweitenstarke Videos. Auf der „Entdecken“-Seite werden täglich die Trend-Hashtags aufgeführt. Es gibt zwar noch keine offiziellen Angaben, welche Hashtags den größten Einfluss haben, allerdings erhöhen anscheinend #fyp, #foryou und #foryoupage die Chance, auf der „Für Dich“-Seite angezeigt zu werden. Zusätzlich ist es empfehlenswert Hashtags zu verwenden, die darauf hinweisen, welcher Content hauptsächlich auf dem eigenen Account gespielt wird. Dadurch kann TikTok besser verstehen, welche User an den Inhalten  interessiert sein könnten.
  • Das wohl interessanteste Phänomen des TikTok-Algorithmus ist, dass ein Video plötzlich stark an Reichweite gewinnen kann, auch wenn es schon mehrere Tage oder Wochen alt ist. Das ist liegt daran, dass die Plattform ständig die Interaktion jedes Videos beobachtet, auch der älteren. Geht ein Sound oder ein Hashtag, das für einen Inhalt verwendet wurde, also plötzlich viral, kann auch das Video noch einmal an Reichweite gewinnen.

TikTok für Unternehmen: Wie Marken die Plattform für sich nutzen können

Dass TikTok längst keine unwichtige Plattform für Teenager ist, zeigt sich allein, dass sogar das Bundesgesundheitsministerium auf TikTok aktiv ist, um über Gesundheitsthemen wie COVID-19 zu informieren. Aufgrund der breiten Zielgruppe und der vielfältigen Themen, die TikTok abdeckt, bietet sich die Plattform auch für andere Unternehmen und Brands ideal als neuer Marketingkanal an. Dabei lässt sich in verschiedener Art und Weise Werbung auf dem Sozialen Netzwerk schalten:

  1. Branded Hashtag-Challenges: Marken können ihre eigene Hashtag-Challenge kreieren. Dabei kooperieren Unternehmen in der Regel direkt mit mehreren Influencern, die passend zur Challenge entsprechende Inhalte kreieren und auf TikTok posten. Die Challenge wird für eine Woche auf der „Entdecken“-Seite platziert und kann mit einem Banner zusätzlich beworben werden. Die Hashtag-Seite wird außerdem als Anzeige gekennzeichnet und mit dem Markenlogo versehen.
  2. Branded Effects: Ähnlich wie auf Instagram können Unternehmen eigene Effekte und Filter erstellen, die den Creatoren zur Videobearbeitung zur Verfügung gestellt werden.
  3. TopView und In-Feed Native Videos: Marken können ein 10- bis 15-sekündiges Video erstellen, dass entweder nativ in den Feed eingefügt und als Werbung gekennzeichnet oder beim Öffnen der App abgespielt wird.

Durch die Möglichkeit, das TikTok-Profil direkt mit dem Instagram-Account zu verknüpfen, können mit TikTok auch sehr gut crossmediale Kampagnen geschaltet werden. Die Plattform bietet daher eine Menge Potential und wird in nächster Zeit sicher noch an Bedeutung gewinnen.

 

Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich TikTok noch weiter entwickelt. Wenn ihr Lust habt auf eine Mischung von Outfitinspirationen, Beauty-Hacks und lustigen Challenges habt, dann folgt uns gerne auch auf TikTok @Shoppisticated.

 

 

Quellen:

https://www.linkedin.com/pulse/how-tiktok-wie-kann-ich-die-app-f%25C3%25BCr-meine-marke-nutzen-herrmann/?trackingId=eWkNZM9e%2BC7pSbjtRfEt8A%3D%3D

This is How the TikTok Algorithm Works

The Ultimate Guide to TikTok Marketing

https://omr.com/de/tiktok-kampagne-mac-pulse-milliarden-views/

https://www.horizont.net/schweiz/nachrichten/tiktok-an-der-schwelle-zu-zwei-milliarden-downloads-182141

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