Minimalismus – Warum es sich so gut anfühlt auszumisten & wie es gelingt

*Anzeige, Dieser Beitrag enthält PR-Samples & Affiliate LinksMinimalismus


Minimalismus als Lebensstil bedeutet bewusster Verzicht, um Platz für das Wesentliche zu schaffen. Dieser Thematik bin ich bewusst das erste Mal vor ungefähr einem halben Jahr begegnet. Damals stand unser Umzug an und daran war eine Bedingung geknüpft – und zwar mussten wir uns von vielen Dingen, die wir jahrelang in unserem Ankleidezimmer angesammelt haben, trennen. Ich wusste, dass ich außer einem großen Schrank keine weiteren Möglichkeiten haben werde, meine Sachen zu deponieren. Ich würde lügen, wenn ich nicht ein wenig Angst hatte an dieser Aufgabe zu scheitern, aber je mehr ich mich mit dem Ausmisten angefreundet hatte, desto besser ging es mir auch mental.

In diesem Zusammenhang habe ich die Netflix Dokumentation minimalism gesehen, etwas später Aufräumen mit Marie Kondo gesehen und gestern habe ich zufällig den Podcast von Luana Platz für Neues – Ordnung schaffen im Leben gehört. Ganz unterschiedliche Ansätze, die doch eines gemeinsam haben: Konsumbewusstsein, Loslassen und Ordnung wirken sich positiv auf unsere Psyche aus.

Dinge loszulassen fiel mir jedoch sehr schwer. Ich sah eine mögliche Weiterverwertung in jedem hübschen Karton, wollte jedes Kleid doch im nächsten Sommer nochmal ausführen und arrangierte mich auch mit unbequemen Schuhen ,wenn sie mir optisch gefielen. Dadurch  sammelten sich natürlich Unmengen an ungenutzten materiellen Gegenständen an und dieses kleine Chaos sorgte regelmäßig für Spannung in meiner Beziehung. Sven war genervt von den meiner Unordnung und ich war überfordert, weil ich gefühlt zu wenig Stauraum zur Verfügung hatte.

Je näher der Umzug rückte und mit jedem Umzugskarton wurde mir bewusst, wie viel Masse sich in diesem kleinen Raum angesammelt hatte. Da machte es „klick“ und ich entwickelte einige kleine Strategien für das große Aufräumen.


Minimalismus


 

Diese Tipps könnten auch dir helfen, innerhalb weniger Wochen minimalistisch(er) zu werden und es hoffentlich auch zu bleiben.  

 

1.Schaffe eine angenehme Atmosphäre zum Aufräumen & belohne dich

Ich habe mir versucht die Stunden, in denen ich mich intensiv mit dem Loslassen beschäftige so angenehm und „spaßig“ wie möglich zu gestalten. Entspannte Musik, eine große Karaffe infused Water, sowie eine entspannte Kaffeepause gehörten zu meiner kleinen Routine. Nach einer erfolgreichen Etappe habe ich etwas leckeres gekocht oder wir haben uns etwas zu essen bestellt und den Tag gemeinsam ausklingen lassen.

2. Zeitmanagement

Mit Zeitdruck steigt in mir oft ein Gefühl der Überforderung und ich werde leicht gereizt. Daher habe ich wirklich viele Wochen im voraus versucht mir jeden Tag eine Etappe in der Wohnung vorzunehmen. So musste ich nicht alle Entscheidungen auf einmal treffen und konnte mich Stück für Stück vorarbeiten. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich immer besser von Dingen trennen kann und jedes Mal schneller wird.

 

3. Die KonMarie-Methode

Marie Kondo ist eine Lifestyle-Expertin und gilt als Ordnung Wunder. Sie erklärt, wie man erfolgreich Aufräumen kann und hat in diesem Zusammenhang die KonMarie-Methode entwickelt. Diese besagt, dass man nur Dinge behält, die einem Freude bereiten.

Ich habe nicht jeden Gegenstand in die Hand genommen und mich gefragt, ob er positive Gefühle in mir hervorruft, aber der Grundgedanke hat mich während des gesamten Prozesses begleitet. Außerdem habe ich mit den mit weniger wichtigen Sachen, wie beispielsweise Töpfen oder Putzutensilien begonnen und mich nach und nach durch Kleidung, Bücher und Erinnerungsstücke gearbeitet.

 

4. Take or Toss – Diese Entscheidungshilfen helfen beim Aufräumen

In jedem Raum gab es einen Umzugskarton, in dem alle Teile einsortiert wurden, die ich behalten wollte und drei große Müllsäcke. In einem landeten die Teile, die keine weitere Verwendung finden konnten, in dem anderen sammelte ich Dinge, die ich verkaufen wollte und im letzten wurden Gegenstände zum Verschenken/Spenden verwahrt. Diese Klassifizierung erleichterte mir die Entscheidungen enorm.

Bei Kleidungsstücken bin ich sogar so weit gegangen, dass ich ältere Teile erneut angezogen hab, um zu bewerten, ob mir diese wirklich passen, sie mir stehen und weiterhin gefallen. Außerdem hab ich mich von kurzweiligen Trendteilen verabschiedet und Dinge verkauft, an denen mich nur ein Detail zweifeln lies. Denn diese Zweifel würden immer wieder dafür sorgen, dass ich doch zu meinen Lieblingsteilen greife, wenn ich vor dem Kleiderschrank stehe.

 

5. Aussortieren, aber bitte nachhaltig

Wie bereits angedeutet, gab es die Kategorie „Verschenken“ und „Verkaufen“. So habe ich um Weihnachten allen Freundinnen ein kleines Paket mit Kosmetikprodukten gepackt, die ich bislang nicht verwendet habe. Denn wir erhalten natürlich überdurchschnittlich viele Produkte von denen wir einfach nicht alle dauerhaft in unseren Alltag verwenden kann.

Dekoartikel und sonstiges habe ich mit einem Schild „Zu Verschenken“ an die Straße gestellt und innerhalb eines Tages haben alle Gegenstände einen neuen Besitzer gefunden.

Alte Kleidung habe ich gespendet und 7 Umzugskartons an Mädchenflohmarkt geschickt. Hier findet ihr unsere Accounts, die regelmäßig mit neuen teilen aufgestockt werden:

 

Maikes kleiderschrank

Sonjas Kleiderschrank

Kiras Kleiderschrank

 

6. Langfristig minimalistisch(er) leben

In meinem Kleiderschrank gibt es die Regel: Wenn alle Bügel belegt sind und etwas Neues dazukommt, muss ich mich von etwas anderem trennen. Daher gehe ich fast jeden Monat einmal meine Kleidung durch und schicke einen Karton weg oder verschenke einige der Teile.

Außerdem hilft es mir, dass wir einen geschlossenen Kleiderschrank haben. Früher war es immer mein Traum einen begehbaren Kleiderschrank mit offenen Fronten zu besitzen. Dennoch war es immer so, dass der Raum nie ordentlich aussah und man schnell in den alten Trott verfiel, die Schubladen und Regale zu überfüllen. Seitdem alles hinter geschlossenen Türen gelagert wird, wirkt sich dies wirklich positiv auf mein Wohlbefinden aus und es erscheint direkt aufgeräumt.

Bei Kosmetik gibt nur noch zwei kleine Kartons (früher waren es zwei komplette Schubladen) mit Schminke und Shampoo, Bodylocion etc. In diesen verwahre ich die Produkte, die ich verwende, wenn das bislang verwendete Produkt aufgebraucht ist. Beide Kartons stehen auf dem Dachboden und es ist jedes mal ein bewusster Schritt, wenn ich etwas Altes gegen etwas Neues ersetzte. So entsteht kein Chaos in der Wohnung, weil ich 7 Lidschattenpaletten gleichzeitig in Verwendung habe.

Es gibt einen festen Platz für alle Gegenstände: Deko, Unterlagen, Papeterie und Nahrungsmittel. Sobald der Stauraum belegt ist und etwas neues angeschafft wird, muss auch hier ausgemistet werden. Auch bei Nahrung versuche ich nur noch die Dinge einzukaufen, die nicht mehr vorrätig sind und die ich stetig verwende.

Diese geänderte Einstellung hat sich auch ein wenig auf meinen Modestil ausgewirkt, denn ich besitze mittlerweile viel mehr schlichte Basics und zeitlose Teile, an denen ich lange Freude habe. Ein Kleidungsstück, wie dieser Jumpsuit reicht für mich aus, um einen coolen Look auszumachen.

Minimalismus als Lebensstil stellt eine Art Gegenbewegung zu Konsumwahn und Materialismus dar, den ich teilweise für mein Verhalten angepasst adaptieren konnte. Dieses minimalistische Leben kann die Lösung für die materielle Belastung sein, unter der viele Menschen bewusst oder unbewusst leiden. Denn wer weniger besitzt, muss sich auch wenig um weniger kümmern, hat dafür aber mehr Platz, Zeit und Geld. Das kann glücklich machen – versucht es mal!

 

xo Maike

 


 


Jumpsuit Rückenausschnitt



Kapten & Son Malibu Summer Sale

SHOP MY LOOK:

Jumpsuit: & Other Stories (here)

Bag: Saint Laurent (similar here)

Shoes: Shoppisticated Collection (here)

Sunglasses: Kapten & Son

 

For more inspiration visit our Shop Follow us on Facebook Follow us on Instagram Follow us on Google+ Follow us on Bloglovin Follow us on Youtube

 

 

Switch to English version

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.